Körperorientierte Psychotherapie in der Existenzanalyse

Manchmal spüren wir: Etwas in uns arbeitet, auch wenn wir es nicht genau benennen können. Der Körper zeigt oft, was Worte noch nicht ausdrücken können – durch Anspannung, Müdigkeit, Enge oder Unruhe.

In meiner Arbeit spielt der Körper daher eine wichtige Rolle. Er wird nicht „behandelt“, sondern als Ausdruck unserer Geschichte und unserer momentanen Lebenssituation verstanden.

Körperorientierte Psychotherapie ist in Österreich kein eigenes Therapieverfahren, sondern eine wertvolle Ergänzung anderer Richtungen.

Psychotherapie Schwangerschaft Wien

In der Existenzanalyse nach Alfried Längle, meiner therapeutischen Grundlage, geht es darum, mit sich selbst, den anderen und dem Leben in Einklang zu kommen.
Wenn wir den Körper in diesen Prozess einbeziehen, kann spürbar werden, was uns innerlich bewegt, wo wir festhalten und wo wieder Raum entstehen darf.

Körperorientierte Elemente werden nur dann eingesetzt, wenn sie hilfreich und stimmig sind – zum Beispiel:

  • wenn Worte nicht mehr reichen
  • wenn sich etwas im Körper bemerkbar macht (z. B. Druck, Enge, Erstarrung)
  • oder wenn es darum geht, wieder mehr ins Spüren, in Lebendigkeit und innere Ruhe zu kommen

Dabei geht es nicht um spezielle Übungen, sondern um bewusstes Wahrnehmen und Innehalten: Was zeigt sich im Moment, und was möchte gesehen oder verstanden werden?

Das Wissen meiner größtenteils körperorientierten Fort- und Weiterbildungen helfen mir, auch mit frühen Verletzungen, Schutzmustern und Bindungserfahrungen behutsam zu arbeiten – mit viel Respekt vor dem Tempo und der Selbstregulation jedes Menschen.

Ziel ist nicht, etwas „wegzumachen“, sondern mehr Verbindung und Selbstverständnis zu entwickeln.
Wenn der Körper wieder als Ressource erlebt wird und innere Spannungen sich lösen dürfen, entsteht oft neue Klarheit, Ruhe und Kraft – und ein Gefühl, wirklich da zu sein.

ADHS, Autismus und AuDHS bei Frauen – Zusammenhänge verstehen

Viele Frauen mit ADHS, Autismus oder AuDHS erleben ihren Alltag als ständige Herausforderung: Gedanken sind gleichzeitig da oder springen schnell, Reize werden intensiv wahrgenommen, Gefühle können schwer einzuordnen sein – und oft bleibt das Gefühl zurück anders zu sein oder nicht zu genügen.

Gerade bei Frauen werden diese Zusammenhänge häufig erst spät erkannt – besonders, wenn Anpassung, Masking, Perfektionismus oder Erschöpfung im Vordergrund stehen.

Ich begleite Frauen mit ADHS, Autismus oder AuDHS auf Grundlage der Existenzanalyse nach Alfried Längle, ergänzt durch körperorientierte und traumasensible Ansätze. Dabei geht es nicht nur um Aufmerksamkeit oder Konzentration, sondern darum, einen stimmigen Umgang mit dem eigenen Erleben zu finden:

Wie gehe ich mit Reizen und Emotionen um?
Wie nehme ich meine Grenzen wahr?
Was unterstützt mich dabei, mit innerer Anspannung oder Überforderung umzugehen?

Der Körper spielt dabei eine wesentliche Rolle. Viele Frauen erleben Anspannung, Schlafprobleme oder hormonelle Veränderungen – besonders in sensiblen Phasen wie Schwangerschaft, früher Mutterschaft oder den Wechseljahren. Diese wirken direkt auf das Nervensystem und können ADHS- oder autistische Merkmale verstärken.

In meiner Arbeit geht es darum, diese Zusammenhänge verständlich zu machen, den eigenen Körper differenzierter wahrzunehmen und individuelle Formen der Regulation zu entwickeln.

Mir ist wichtig, Frauen darin zu unterstützen, sich selbst besser zu verstehen und einen freundlicheren Umgang mit sich zu entwickeln – als Alternative zu anhaltender Überforderung und Selbstkritik.

Schwangerschaft, Geburt und frühe Mutterschaft – psychotherapeutische Begleitung

Die Zeit rund um Empfängnis, Schwangerschaft, Geburt und frühe Mutterschaft ist von tiefgreifenden Veränderungen geprägt. Körperlich, emotional und im Beziehungsleben kann vieles in Bewegung geraten. Neben Freude und Erwartung können auch Unsicherheit, Erschöpfung oder Traurigkeit auftreten.

Gesellschaftliche Vorstellungen von Glück und Dankbarkeit lassen oft wenig Raum für Ambivalenz oder Überforderung. Viele Frauen fühlen sich mit ihren Empfindungen allein oder unverstanden.

Psychotherapie in der Schwangerschaft

Belastende Geburtserfahrungen

Geburten können intensiv und überwältigend sein, manchmal auch belastend. Jede Frau erlebt diesen Prozess anders, und es ist normal, dass Erinnerungen oder Gefühle noch lange nachwirken – selbst nach einer scheinbar „normalen“ Geburt.

In belastenden Situationen, etwa durch unerwartete medizinische Eingriffe, plötzliche Komplikationen, starke Schmerzen oder das Gefühl von Ohnmacht, können ängstliche oder unruhige Reaktionen entstehen. Diese Erfahrungen können auch die Bindung zum Kind oder das eigene Vertrauen in den Körper beeinflussen.

In der psychotherapeutischen Begleitung wird ein sicherer, geschützter Raum geschaffen, in dem Sie selbst entscheiden, welche Erfahrungen Sie teilen möchten. Ziel ist es, die Erlebnisse behutsam zu verarbeiten, Gefühle anzuerkennen und Schritt für Schritt Sicherheit, Selbstvertrauen und Kontrolle wieder zu spüren. Jede Reaktion und jedes Empfinden sind gültig und werden respektiert.

Psychotherapie und Krisenintervention rund um die (werdende) Elternschaft kann bei folgenden Themen hilfreich sein:

  • (Folge-)schwangerschaft und eventuell damit verbundene Ängste und Sorgen
  • Überforderung nach der Geburt
  • Peripartale oder postpartale Depression
  • Traurigkeit und Erschöpfung
  • Rollenfindung als Vater und Mutter
  • Gewaltvolle und ablehnende Impulse gegenüber dem Kind
  • Identifizierung von Schwierigkeiten in der Eltern-Kind-Beziehung
  • Lokalisierung der Schwierigkeiten in Paarbeziehungen aufgrund der neuen Familienkonstellation
  • Unterstützung der Beziehung zwischen Eltern, Geschwisterkinder und Kind
  • Unterstützung, um das Kind/die Kinder besser zu verstehen und auf deren Bedürfnisse eingehen zu können
  • Begleitung bei der Reflexion der Erwartungen und Ziele an das Kind, um sicherstellen zu können, dass diese realistisch und förderlich sind
  • Identifizierung der eigenen Ressourcen und Stärken
  • Eltern verspüren eine Verzweiflung und Orientierungslosigkeit

Peripartale Depression

Rund um die Zeit der Schwangerschaft und Geburt kann sich vieles anders anfühlen, als man es erwartet hat. Statt Freude und Leichtigkeit erleben manche Frauen tiefe Erschöpfung, Traurigkeit oder innere Leere. Wenn solche Empfindungen länger anhalten, kann dies auf eine peripartale Depression hinweisen – eine häufige, aber oft übersehene Belastung rund um Schwangerschaft und Mutterschaft.

In der Therapie geht es darum, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen, das eigene Erleben zu verstehen und Entlastung zu erfahren. Ein traumasensibler, körperorientierter und existenzanalytischer Zugang kann helfen, Stabilität, Selbstfürsorge und Verbundenheit wiederzufinden.

Ich begleite Sie gerne auf Ihrem Weg.

Verlust rund um Schwangerschaft und Geburt

Manchmal verläuft das Leben anders, als wir es uns wünschen oder vorstellen. Ein Verlust rund um Schwangerschaft und Geburt – sei es durch stille Geburt, Fehlgeburt, medizinische Indikation oder einen bewussten Schwangerschaftsabbruch – ist eine zutiefst berührende und oft sprachlos machende Erfahrung.

Solche Ereignisse können körperlich und seelisch nachwirken, auch wenn sie schon länger zurückliegen. Gefühle von Trauer, Schuld, Ohnmacht oder innerer Leere sind häufig und Ausdruck eines tiefen Erlebens, nicht von Schwäche.

Jeder Mensch trauert auf seine eigene Weise. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“, kein festgelegtes Tempo und keinen vorgegebenen Weg. In der psychotherapeutischen Begleitung geht es darum, einen geschützten Raum zu finden, in dem alles da sein darf – Schmerz, Erleichterung, Widersprüche, Zweifel, Liebe und Erinnerung.

Psychotherapie bei Kindesverlust

Ich arbeite auf Grundlage der Existenzanalyse nach Alfried Längle, ergänzt durch körperorientierte und traumasensible Ansätze. Die körperorientierte Krisenbegleitung nach Paula Diederichs, die körperpsychotherapeutische Arbeit von Thomas Harms sowie Elemente aus der hypnosystemischen Trauerarbeit nach Roland Kachler fließen dabei unterstützend ein.

Psychotherapie kann helfen,

  • einen liebevollen Zugang zu den eigenen Gefühlen zu finden,
  • körperliche und emotionale Reaktionen zu verstehen,
  • einen persönlichen Weg des Abschieds und der Integration zu gestalten,
  • und Schritt für Schritt wieder Vertrauen und Lebendigkeit zu spüren.

Ich bilde mich zu diesen Themen laufend fort, um Frauen in dieser besonders sensiblen Lebensphase mit fachlicher Kompetenz und menschlicher Achtsamkeit begleiten zu können.

„Trauer ist keine Krankheit, die geheilt werden muss, sondern ein natürlicher Bestandteil des Lebens. Der Geist kennt keinen Verlust. Der Geist weiß, dass jede Geschichte einen Anfang und ein Ende hat, die Liebe aber ewig ist.“

– Luise Hay

Psychotherapie in Wien

In meiner zentrumsnahen Praxis in Wien haben alle Gefühle Platz. Ich begegne Ihnen vorurteilsfrei und begleite Sie auf Ihrem ganz persönlichen Weg, mit ihrer (bevorstehenden) Entscheidung zurecht zu kommen.

Gerne können Sie mich direkt über das Kontaktformular kontaktieren, oder mich unter 0677 647 547 62 anrufen, um einen Termin für ein Erstgespräch zu vereinbaren.

Genaueres zu Ablauf und Kosten finden Sie hier.